#Ergonomie im Büro

Den Arbeitsplatz ergonomisch einrichten

In diesem Blog lesen Sie, welche Faktoren eine Rolle spielen, um sowohl aus medizinischer als auch aus mentaler Sicht ein positives Klima am Arbeitsplatz zu schaffen. Wir geben Ihnen Tipps zur Umsetzung.

Stress

Die Evolutionstheorie zeigt die langfristige Entwicklung vom Menschenaffen vor ungefähr 2 Millionen Jahren bis hin zum aktuellen fortschrittlichen aufrechten Gang, der uns Menschen seit etwa 35.000 Jahren zu eigen ist. Die Entwicklung im Bürozeitalter zeigt jedoch, dass wir aufgrund unserer überwiegend sitzenden Tätigkeit dazu neigen, in den Ursprungszustand zu verfallen – viele von uns arbeiten in gebeugter Haltung vor dem Bildschirm. Hinzu kommt eine hohe Belastung der Augen, des Rückens und der Hände, was jeweils zu Schmerzen führen kann.

Schon der richtige Bürostuhl spielt eine entscheidende Rolle, denn Sie verbringen täglich um die 8 Stunden sitzend. Ein guter Bürostuhl ist nicht zwangsläufig der teuerste, jedoch sollte dieser höhenverstellbar sein, über eine flexible Rückenlehne verfügen, die sich idealerweise auch je nach Widerstandsstärke verstellen lässt, und verstellbare Armlehnen besitzen. Denn die passende Einstellung gibt es nicht. Je nach Körpergröße, Konstitution und Körperumfang ist sie individuell. Ein ergonomischer Sitz erhöht die geistige Leistungsfähigkeit. Wenn sich der Stuhl in beliebige Positionen verstellen lässt, bleibt auch die Wirbelsäule in Bewegung.

  • Stuhlhöhe: Die Beine bilden zwischen Ober- und Unterschenkel einen 90-Grad-Winkel
  • Flexible Rückenlehne: Wenn möglich, den Widerstand so einstellen, dass man ihn leicht spürt, wenn man sich zurücklehnt.
  • Armlehnen: Arme bilden einen 90-Grad-Winkel in Verlängerung der Tischplatte.

Wenn der Stuhl erst einmal richtig eingestellt ist, fällt das Arbeiten gleich leichter, jedoch sichert dies nicht die richtige Körperhaltung. Sie fallen aus Gewohnheit wieder in eine bequeme Körperhaltung, auch wenn Sie sich ein gerades Sitzen vornehmen. Die Folge: Die Muskulatur verkürzt sich und entwickelt sich zurück. Faszien verkleben.

  • Zwischen Ihre Oberschenkel und die Unterkante der Tischplatte sollte im Idealfall eine Handbreit passen.
  • Sitzen Sie aufrecht mit nach vorn gekipptem Becken und leicht abfallenden Oberschenkeln.
  • Die Oberschenkel bilden einen offenen Winkel von 45 bis 60 Grad. Der Schultergürtel ruht ohne muskuläre Anspannung auf dem Brustkorb.

Die heute übliche Bildschirmarbeit stellt für Ihre Augen eine enorme Belastung dar. Probieren Sie es im Selbsttest, Ihre Handfläche wenige Zentimeter vor den Augen zu fixieren und sie anzuschauen. Dies ist nicht nur unangenehm, sondern wirkt sich langfristig auch schädlich auf Ihre Sehkraft aus.

Schauen Sie mehrmals täglich in die Ferne – aus dem Fenster oder, falls das nicht möglich ist, durch den Büroraum – und entspannen Sie auf diese Weise Ihre Augen.

Telefonate unter Verwendung eines Headsets zu führen, vermeidet zum einen ein gequältes Einklemmen des Hörers zwischen Schulter und Ohr, zum anderen bleiben beide Hände frei.

Unsere Tipps für ergonomisches Arbeiten:

  • Bildschirmfarbe: Variieren Sie die Bildschirmhintergrundfarbe je nach Gemütszustand. Ein roter Hintergrund fördert bspw. die Aufmerksamkeit.
  • Schreibtisch: Ihr Schreibtisch sollte im Idealfall höhenverstellbar sein und mindestens eine Arbeitsfläche von 160 x 80 cm aufweisen.
  • Bildschirmhöhe: Bei aufrechtem Sitzen schließt Ihre Blicklinie parallel mit dem Bildschirm ab und der Sichtabstand beträgt 60 bis 90 cm.
  • Entspannung: Verlassen Sie mehrmals täglich den Arbeitsplatz, um „durchzuatmen“.
  • Kreisen Sie mehrmals am Tag Ihre Schultern und spannen die Muskulatur bewusst an.
  • Freizeit: Betreiben Sie in Ihrer Freizeit Bewegungssport, um einen Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit zu schaffen.
  • Beleuchtung: Die passende Beleuchtung sollte ein Mix aus Tageslicht und einer Schreibtischlampe sein.
  • Pflanzen: Schaffen Sie ein gutes Raumklima, indem Sie Pflanzen ins Büro stellen; diese filtern Schadstoffe aus der Luft.